Glanzvoll, leidenschaftlich und voller barocker Farben entführt das Weckmann-Consort im Rahmen der Reihe Die Besten Sachen nach Venedig – in jene Stadt, die Claudio Monteverdi zu einem neuen Kapitel seines Schaffens inspirierte. Seine Marienvesper von 1610 markiert einen Wendepunkt: Sie sprengt die Grenzen traditioneller Kirchenmusik und eröffnet eine neue Klangwelt zwischen himmlischer Strahlkraft und irdischer Lebensfreude. Tänzerische Rhythmen, innige Monodien und prachtvolle Chöre verweben sich zu einem musikalischen Mosaik, das bis heute fasziniert. Das Weckmann-Consort, gegründet von der Tastenvirtuosin Lea Suter und dem Posaunisten Juan González Martínez, widmet sich mit Leidenschaft dieser Musik und bringt sie mit historischen Instrumenten wie Zink, Violine, Dulzian und Posaune zum Leuchten. Ein Abend, der Monteverdis visionäre Kraft hörbar macht – und zeigt, warum Venedig seit Jahrhunderten Quelle musikalischer Inspiration ist.
Ob arm oder reich, jung oder alt, groß oder klein: Fast jeder im Volke beherrschte die Grundfiguren
dieses improvisationsreichen Singtanzes, den man in Tanzakademien und Theatern ebenso tanzte wie auf den Straßen der Städte, in Kneipen, Tanzsälen und in den Palästen der Oberschicht. Der Fandango, Nationaltanz Spaniens im 18. Jahrhundert, gewöhnlich besetzt mit Gitarre und Kastagnetten, war und ist einfach getanzte Lebensfreude!
Und — wie so manch prüderer Zeitgenosse damals leidvoll beklagte — auch getanzte Liebesfreude: »Die Körper bewegen sich zum Klang der Kadenzen der Musik, mit aller leidenschaftlichen Erregung, in extrem wollüstigen Bewegungen, mit Fußstampfen, Blicken, Sprüngen, mit allen von lasziven Absichten strotzenden Figuren«, beschwerte sich etwa der Dekan von Alicante im Jahr 1712. Und wem das noch nicht Beweis genug für die Reize des Fandangos ist, dem sei verraten, dass selbst Giacomo Casanova den Fandango ausdrücklich als den »verführerischsten und wollüstigsten Tanz der Welt« bezeichnete. Und er sollte es ja wissen…
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