Weckmann trifft Monteverdi

zwei Musikwelten im Dialog

Das Weckmann-Consort bringt im Programm Weckmann trifft Monteverdi zwei Musikwelten in Dialog: die norddeutsche Tradition um Heinrich Schütz und Matthias Weckmann sowie die italienische Klangfülle Claudio Monteverdis und Giovanni Gabrielis. Mit geistlichen Konzerten, Madrigalen und Instrumentalwerken entsteht ein farbenreiches Panorama zwischen Hamburg, Dresden und Venedig. So erklingen Monteverdis expressive Madrigale neben Weckmanns tiefgründigen geistlichen Konzerten, ergänzt durch prachtvolle Canzonen Gabrielis und virtuose Orgelwerke. In der Besetzung mit Sopran, Bass, Zink, Violine, Posaunen, Theorbe und Orgel entfaltet das Ensemble die ganze Bandbreite barocker Klangfarben – von inniger Andacht bis zu leuchtender Festlichkeit. Ein Programm, das die gegenseitige Befruchtung italienischer und deutscher Musik im 17. Jahrhundert eindrucksvoll hörbar macht.

Ob arm oder reich, jung oder alt, groß oder klein: Fast jeder im Volke beherrschte die Grundfiguren
dieses improvisationsreichen Singtanzes, den man in Tanzakademien und Theatern ebenso tanzte wie auf den Straßen der Städte, in Kneipen, Tanzsälen und in den Palästen der Oberschicht. Der Fandango, Nationaltanz Spaniens im 18. Jahrhundert, gewöhnlich besetzt mit Gitarre und Kastagnetten, war und ist einfach getanzte Lebensfreude! 

Und — wie so manch prüderer Zeitgenosse damals leidvoll beklagte — auch getanzte Liebesfreude: »Die Körper bewegen sich zum Klang der Kadenzen der Musik, mit aller leidenschaftlichen Erregung, in extrem wollüstigen Bewegungen, mit Fußstampfen, Blicken, Sprüngen, mit allen von lasziven Absichten strotzenden Figuren«, beschwerte sich etwa der Dekan von Alicante im Jahr 1712. Und wem das noch nicht Beweis genug für die Reize des Fandangos ist, dem sei verraten, dass selbst Giacomo Casanova den Fandango ausdrücklich als den »verführerischsten und wollüstigsten Tanz der Welt« bezeichnete. Und er sollte es ja wissen…

„Zärtlichkeit, Schmerz, Begehren waren in dem knapp neunzig Minuten langen, titelreichen Abend immer gegenwärtig... Der schillernd authentische Klang der Instrumente und die Freiheit der melodischen Gestaltung gefangen genommen.“

Besetzung

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