#Rom

die besten Sachen

Als „wahrhafte Musik aus der anderen Welt“ bezeichnete der große Autor und Komponist E.T.A. Hoffmann das Werk Giovanni Pierluigi da Palestrinas (1525-94) noch 1814 — und auch Komponisten wie Bach, Bruckner, Liszt oder Brahms wurden von seiner Musik inspiriert; Richard Wagner zitierte Palestrina gar in seinem Parsifal und bis heute wird an musikwissenschaftlichen Instituten und Konservatorien in aller Welt neben dem Bach-Kontrapunkt auch der Palestrina-Kontrapunkt gelehrt.

 

Klar, dass auch das Weckmann-Consort den 500. Geburtstag dieses Meisters der Satztechnik, des Vokalklangbades und der himmelsstürmenden Melodielinien angemessen feiern möchte: Mit der Missa sine nomine à 6, — ursprünglich rein vokal, aber von JS Bach persönlich für Sänger und Instrumente bearbeitet —, mit Stücken unseres Namensgebers Matthias Weckmann, aber auch mit Werken von Zeitgenossen, Freunden und Schülern Palestrinas, wie Felice Anerio, Orlando di Lasso oder Giovanni Gabrieli, Claudio Monteverdi oder Giovanni Gastoldi.

 

Genießen Sie in unserem Konzert also ein inspirierendes Bad in den Klängen von Violine, Zink, Posaune, Dulzian, Orgel, Theorbe und Sopran, mit geistlichen und weltlichen Werken der Renaissance und des Frühbarock, und bewundern Sie mit uns die vollendete Schönheit, die Palestrina mit seinem sicheren Sinn für melodische Entwicklungen und seiner meisterhaften kontrapunktischen Satztechnik in die Welt brachte!

 

Ob arm oder reich, jung oder alt, groß oder klein: Fast jeder im Volke beherrschte die Grundfiguren
dieses improvisationsreichen Singtanzes, den man in Tanzakademien und Theatern ebenso tanzte wie auf den Straßen der Städte, in Kneipen, Tanzsälen und in den Palästen der Oberschicht. Der Fandango, Nationaltanz Spaniens im 18. Jahrhundert, gewöhnlich besetzt mit Gitarre und Kastagnetten, war und ist einfach getanzte Lebensfreude! 

Und — wie so manch prüderer Zeitgenosse damals leidvoll beklagte — auch getanzte Liebesfreude: »Die Körper bewegen sich zum Klang der Kadenzen der Musik, mit aller leidenschaftlichen Erregung, in extrem wollüstigen Bewegungen, mit Fußstampfen, Blicken, Sprüngen, mit allen von lasziven Absichten strotzenden Figuren«, beschwerte sich etwa der Dekan von Alicante im Jahr 1712. Und wem das noch nicht Beweis genug für die Reize des Fandangos ist, dem sei verraten, dass selbst Giacomo Casanova den Fandango ausdrücklich als den »verführerischsten und wollüstigsten Tanz der Welt« bezeichnete. Und er sollte es ja wissen…

„Zärtlichkeit, Schmerz, Begehren waren in dem knapp neunzig Minuten langen, titelreichen Abend immer gegenwärtig... Der schillernd authentische Klang der Instrumente und die Freiheit der melodischen Gestaltung gefangen genommen.“

Besetzung

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