Das Weckmann-Consort bringt die norddeutsche Musiktradition in ihrer ganzen Strahlkraft auf die Bühne. Mit 14 Musiker:innen – Sängern, Streichern, Bläsern, Theorbe und großer historischer Orgel – lässt das Ensemble die Klangwelt von Heinrich Schütz und seinem Schüler Matthias Weckmann lebendig werden. Im Dialog mit Werken Giovanni Gabrielis, dessen venezianische Mehrchörigkeit Schütz entscheidend prägte, entsteht ein Programm von überwältigender Farbigkeit. Leidenschaft, Präzision und Spielfreude zeichnen die Interpretationen des Consorts aus, das historische Aufführungspraxis mit frischer Energie verbindet. So entsteht ein einzigartiges Konzerterlebnis, das nicht nur den Glanz einer Epoche feiert, sondern auch die künstlerische Handschrift des Ensembles: klanglich reich, emotional unmittelbar und voller Intensität.
Ob arm oder reich, jung oder alt, groß oder klein: Fast jeder im Volke beherrschte die Grundfiguren
dieses improvisationsreichen Singtanzes, den man in Tanzakademien und Theatern ebenso tanzte wie auf den Straßen der Städte, in Kneipen, Tanzsälen und in den Palästen der Oberschicht. Der Fandango, Nationaltanz Spaniens im 18. Jahrhundert, gewöhnlich besetzt mit Gitarre und Kastagnetten, war und ist einfach getanzte Lebensfreude!
Und — wie so manch prüderer Zeitgenosse damals leidvoll beklagte — auch getanzte Liebesfreude: »Die Körper bewegen sich zum Klang der Kadenzen der Musik, mit aller leidenschaftlichen Erregung, in extrem wollüstigen Bewegungen, mit Fußstampfen, Blicken, Sprüngen, mit allen von lasziven Absichten strotzenden Figuren«, beschwerte sich etwa der Dekan von Alicante im Jahr 1712. Und wem das noch nicht Beweis genug für die Reize des Fandangos ist, dem sei verraten, dass selbst Giacomo Casanova den Fandango ausdrücklich als den »verführerischsten und wollüstigsten Tanz der Welt« bezeichnete. Und er sollte es ja wissen…
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